13.04.2019 / 34. Linnenbauer Oldtimerfahrt / Herford

Eine Woche vor Ostern erfolgt der Saisonauftakt der „normalen“ Oldtimerrallyes und der ADAC -Cup Wertungen im östlichen Westfalen. Der HMSC rief bereits zur 34. Linnenbauerfahrt und fast alle „üblichen Verdächtigen“, sprich: die gesamte „Rallye Prominenz“, gab sich ein Stelldichein. Besonders gut besucht war die „Wanderer“-Gruppe. Die Sportler waren hingegen nur mit 10 Teams vertreten. Für die „touristische“ Klasse hatten sich mit uns weitere 34 Teams eingeschrieben. Bekannter Maßen wird in OWL die Klasseneinteilung etwas anders gehandhabt, insofern war das Niveau, wie aus den Vorjahren bekannt, eher tourensportlich. Weitere Besonderheit: DAS WETTER. Nachdem es vorher bereits 20 Grad waren und für Ostern eher Temperaturen bis 22 Grad erwartet wurden, war das Rallyewochenende extrem kalt. Tatsächlich fing es zum Start hin leicht an zu schneien. Im Verlauf der Tages war es sehr april-mäßig. Zwischendurch schien mal die Sonne, aber in einigen bergigen Abschnitten gab es wirklich heftigen Schneefall. Also eine echte Winter-Rallye, was durchaus seinen eigenen Reiz hatte. Allerdings waren wir mit Klimaanlage im Fahrzeug bestückt und mussten nicht wie die armen Streckenposten draussen bei Wind und Hagel ausharren.

Aprilwetter einmal 10 Grad unter „normal“

13.04.2019 34. Linnenbauer Oldtimerfahrt Veranstalter: HMSC 1923 e.V.
Team: Frank Schäfer / Martina Schäfer auf Mercedes-Benz 190E 2.5-16

Hier strahlt nicht nur die Sonne!

Start, Mittagspause und Ziel waren im Bildungs Campus in Herford, einem ehemaligen Kasernen-/Militärgelände, das jetzt für eine neue Nutzung umgestaltet wird. In dem alten Offizierscasino ist jetzt eine Mensa für Studenten, oder eben Oldtimerfreunde, untergebracht. Sehr gelungen und mal was anderes.

Gib mir ein B!

Direkt mit dem Start ging es auch in die erste WP mit 16 Minuten und 15 Sekunden, also zwei Sollzeiten. Vor Exter fuhren wir flott und rallye-mäßig durch ein paar Höfe und … endeten mit einer Vollbremsung, denn vor uns versperrte eine riesige Landmaschine in Rückwärtsfahrt die enge Strasse. Die Zeit tickte runter, die Sekunden zogen sich in die Länge… da wir der Landmaschine dann rückwärts Platz machen mussten, fuhren wir ein wenig auf den Kies neben der Straße… oha, da stand ja ein Baumaffe gut getarnt neben der Strasse! Satan, der war aber mal gut versteckt und geschwind aufgeschrieben. Dieses „B“ sollte uns im Anschluss noch ein wenig verfolgen, denn außer uns hatte das niemand gesehen und aufgeschrieben… Mhm. Nachdem der Riesentrecker uns vorbei gelassen hatte, konnten wir die SZP noch gut zu Ende fahren. Die Straßen waren allerdings durch das Wetter und den intensiven Landmaschinen-Einsatz an vielen Stellen sehr schmutzig und lehmig. Immerhin keine Gülle…

Wie immer in Herford waren auch dieses Mal die WP´s als Mehrfach-Sollzeitprüfungen angelegt, also Start – Ziel 1 – Ziel 2, wobei dann Ziel 1 der Start 2 ist… Es ging zweimal um Werkshallen in einem Gewerbegebiet (immer gerne genommen) und zweimal durch einen Pacours auf dem BildungsCampus. Beim zweiten Mal musste man für die geforderten 60 Sekunden ganz schön Gas geben…

Analog zu den Vorjahren wirkte die Streckenführung „eigentlich“ ganz einfach. Aber der Teufel steckt im Detail: viele sehr kleine Straßen, Kartenfehler (es werden ältere Karten genutzt) und weitere Besonderheiten. Nach der Mittagspause waren z.B. zwei winzige Striche in einer Beschriftung „versteckt“, die wir auch glatt übersehen haben. Wir waren nicht die Einzigen… warum fällt man darauf immer wieder rein?!

Hätten Sie die beiden Striche während der Fahrt erkannt?

Es gab auch noch eine Überlappung zu erkennen. Dieses Mal bei fast schwarzem Himmel, Schneesturm und mindestens 5 Hund-Herrchen-Kombinationen, die gerade an dieser Stelle die schmalen und schmalsten Straßen bevölkerten. Auch eine Hofdurchfahrt inkl. Stempelkontrolle erfolgte auf so kleinen Wegen, das man fast nicht mehr daran glaubte, noch richtig zu sein…

GLP Start bei Winterwetter

Der zweite Fahrtabschnitt war zwar nur 90 Minuten lang, hatte es aber in sich. Auch immer wieder beliebt: Aufschreiben der Anfangsbuchstaben bei Ortseingangschildern: Sie kommen an das Schild „Widukindstadt ENGER“. Was schreiben Sie auf? Ein W? Ein E? Das sagte der Fahrerbrief: Aufschreiben des ersten Großbuchstabens des Schildes. Also eindeutig das W. Es hatten jedoch etliche Teilnehmer das E notiert.. und das nicht nur einmal…

Rallye Zentrum im alten Offizierscasino

Abgerechnet wird immer am Schluss. Und es zeigte sich, die Wertung entschied sich dieses Mal über die Orientierungsaufgaben und nicht die Zeiten! Beim „B“ hatten wir am Vormittag (treckerbedingt) leider ein Zeichen aufgeschrieben, dass nur für die Sportler vorgesehen war. Und die beiden Striche im M sind auch an uns vorbei gegangen… Daher müssen wir uns ein wenig an die eigene Nase fassen, das diese Mal nicht „mehr“ drin war, auch wenn wir die Strecke doch mit einer Ausnahme korrekt gefunden haben. An der durchgehenden Konzentration muss wieder gearbeitet werden. Wahrscheinlich waren wir noch ein wenig im Winterschlaf… bei den Temperaturen!

Fazit: Wieder eine routinierte Fahrt mit dem bewährten Mix aus Ori- und Zeitprüfungen. Sehr schöne, leicht bergige Streckenführung. Im Detail trickreiche Aufgaben, die man gerne unterschätzt. Am Kontakt zum Wettergott muss noch gearbeitet werden 🙂

Weitere Bilder hier bei Dr. No:

https://02er.blogspot.com/

Jeder Teilnehmer bekam ein Foto vom Sponsor!

Nachtrag:
Bei einer Rallye können einem viele schräge und lustige Sachen passieren, die immer wieder für Heiterkeit sorgen, auch vielleicht eher im „Rückspiegel“. Dazu passt das hier: Am Ende der Rallye zeigte die Tankuhr bereits „Reserve“ an. Daher sind wir noch vor dem Abendessen zur Tankstelle an der Salzufler Strasse gefahren. In den Tank vom Benz passen lt. technischer Daten 70 Liter rein. Getankt habe ich genau 71,11 Liter. 😀

https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Herford/Herford/3739677-ADAC-Ausfahrt-mit-82-Oldtimern-durch-die-Kreise-Herford-und-Lippe-Autos-zum-Verlieben

https://www.nw.de/lokal/kreis_herford/herford/22430530_Linnenbauerfahrt-Kuehler-Start-in-die-Oldtimer-Saison.html

Oldtimer-Rallye-Serien/-Cups 2019

Die Sonne scheint, blauer Himmel, das erste Grün spriesst. Februar, und es riecht nach Frühjahr. Die ersten Oldtimer werden auf den Strassen gesichtet. Sogar offen. Auch die Rallye-Saison erwacht nach einem kurzen Winterschlaf zu neuem Leben. Bei vielen Rallyes sind die Nennbüros (virtuell) geöffnet und zum Teil sogar schon ausgebucht (siehe z.B. hier https://siegerland-classic.de/)

Auch die Rallye-Serien sind mit ihren Veröffentlichungen wieder am Start. Auch hier zum Teil mit neuen Internetauftritten. Für „uns“ im nord-östlichen Nordrhein-Westfalen dürften insbesondere diese drei Läufe interessant sein:

ADAC Oldtimer Cup Westfalen-Lippe
https://www.adac-owl.de/wp-content/uploads/2019/01/25.01.Neu-Reglement-ADAC-Oldtimer-Cup-WFL-2019.pdf

ADAC Classic Revival Cup
https://www.adac-motorsport.de/klassikserien/

Classic Car Challenge
http://classic-car-challenge.de/


02.02.2019 / NAC Winter Ori / Duisburg

Erste Veranstaltung im neuen Jahr ist wieder die Winter Ori des NAC Duisburg. Rallyefahrzeug ist auch traditionell DO-SE 10, allerdings ist DOSE kein Ford Mondeo mehr, sondern mutierte zum Passat Variant 35i. Leider zeigte dann das „Rallyefahrzeug“ im Vorfeld der Veranstaltung leichte technische Schwächen. Daher und auch wegen dem Wetter sind wir dann kurzfristig doch auf ein moderneres Fahrzeug umgestiegen.

02.02.2019 35. NAC Winter-Ori Veranstalter: NAC Duisburg
Team: Jörg Hofmann  / Frank Schäfer auf Audi A4 Avant

Dies war eine gute Wahl, denn endlich einmal machte der Name Winter Ori auch wirklich Sinn. War es tagsüber noch eher nass-kalt mit Regen, nahm dann der Schneefall im Laufe der Fahrt immer mehr zu und am Ende war es wirklich sehr dunkel, mit Schneetreiben und der Schnee blieb bei Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt auch etwas liegen. Die Streckenposten hatten sich laut Selbstauskunft z.T. mit Bundeswehrunterwäsche ausgerüstet. Die mussten ja auch stundenlang auf Parkplätzen ausharren und schön fleißig die Bordkarten stempeln.

Vom StellwerkHOF nahe der Duisburger Eisenbahnsiedlung ging es dieses Mal wieder in Richtung Norden: Kapellen, Neukirchen, Kamp-Lindfort, Rheinberg, Budberg und zurück über Repelen, Genend, Moers wieder nach Duisburg.

Die Klasse N war dieses Jahr erkennbar „einfacher“ gestaltet als im Vorjahr, dies zeigte sich insbesondere auch an den viel besser lesbaren Karten, die durchgehend farbig waren. Lesebrille und Lupe waren aber trotzdem angesagt. Der Fahrerbrief war kurz gefasst und im Prinzip galt eigentlich „nur“ das reine Reglement der „West OM“. D.h. kein Einbahnstrassensystem, gegen Pfeile fahren ist erlaubt, Kreuzen ist erlaubt, etc. Allerdings gibt es auch so noch Feinheiten zu beachten, z.B. die Bestimmung: „Nicht in der Karte eingezeichnete Kreisverkehre dürfen nach Natur befahren werden, es gilt das Kartenbild. Diese dürfen jedoch nicht zum Wenden genutzt werden.“. In Duisburg wird weniger mit ausufernden Bestimmungen im Fahrerbrief gearbeitet, dafür mehr mit Kartenfehlern und alten Karten. Dieses Jahr, so ergab die Fahrerbesprechung, musste man auch mit der Einfahrt in Sackgassen rechnen. Die Fahrtstrecke war in der Klasse N mit ca. 105 KM sicherlich keine „Ori75“ mehr. Allerdings hatten die Auflagen der Behörden für eine Verlängerung der Strecke gesorgt. Die Karenzzeit wurde daher auf 120 Minuten verlängert.

Direkt mit Aufgabe 1 ging es schon recht kniffelig los. Mehrere Kartenteile mussten zusammen interpretiert und gelöst werden. Ein Kreisverkehr wurde so 3mal durchfahren…

Auf einer uns schon aus den Vorjahren bekannten Strecke ging es am Elfrather See und durch einen Golfclub Richtung Norden. Man musste durchaus aufpassen, aber echte Fallen gab es erstmal keine. In Kamp-Lintfort musste man einen winzigen roten Punkt an einer Halde erkennen und weiter ging es zur Fossa Eugeniana und nach Rheinberg, wo Amazon quasi eine halbe Stadt errichtet hat. Nach der DK musste man hier etwas kreiseln und dann ging es auch schon wieder Richtung Süden. Im „Grafschafter Gewerbepark Genend“ waren in 2 Sackgassen kleine rote Punkte versteckt, die man nicht übersehen durfte. Ein weiterer roter Punkt lauerte auf einem Parkplatz bei Haus Traar.

Fast im Ziel war noch einmal Aufmerksamkeit gefragt. Der letzte rote Punkt war kurz vor dem StellwerkHOF platziert, in einer Einfahrt, wo man normalerweise überhaupt nicht auf die Idee kommen würde, dass man da wirklich rein fahren kann. Kann man aber, auch wenn es sehr düster und auch unheimlich war. Es wartete ein Wendeplatz zwischen Bahnlinie, altem Gemäuer und Schrott… und natürlich ein Baumaffe. Dann musste man noch am Ziel vorbei fahren (!) und drehen. Hier kam dann die Regel mit den Kreisverkehren nach Karte und Natur zum Einsatz. Zum Glück hatten wir die Regeln gut gelesen und auch noch im Kopf, so dass wir in diese Fall nicht getappt sind.

Insgesamt war es eine doch recht entspannte Fahrt, die durch das Wetter mal echtes Winter-Ori-Feeling aufkommen lies. Am Ende konnten wir wie im Vorjahr Platz 1 in der Klasse N verbuchen. Den einzigen Fehler den wir hatten, den hatten alle anderen auch gemacht und somit war diese, aus meiner Sicht etwas fragwürdige, Stelle quasi auch neutralisiert.

Bei der Siegerehrung wurden wir mehr oder weniger direkt aufgerufen, mal die Klasse A/AK zu probieren. Wir wären ja jetzt oft genug N gefahren… Der Blick in die Fahrtunterlagen der Teilnehmer in A/AK zeigte aber mal wieder ein deutlich höheres Niveau.

Fazit: Wieder eine blitzsaubere Veranstaltung, sehr gute Fahrtunterlagen und der Winter hat auch mitgespielt. Super Essen im StellwerkHOF. Aufgabenstellungen in den höheren Klassen sind eher speziell, um A/AK werden wir aber im nächsten Jahr kaum noch herum kommen 🙂


Weitere Berichte von anderen Teams aus anderen Klassen im Netz:


2019 – Veranstaltungen

Der Rückblick auf die Veranstaltungen 2018 ist gerade erst verfasst, da trudeln auch schon die Termine für das nächste Jahr ein… Auch wenn die Klassik-Serien mit den vollständigen Terminübersichten erst im Februar an den Start gehen, stehen doch viele Veranstaltungstermine jetzt schon fest.

Hier eine erste, natürlich rein subjektive, Auswahl.

02.02.2019
NAC Duisburg
Winter Ori
Duisburg
www.nacduisburg.de

02.03.2019
Hans-Christian Werner, Osnabrück
Osna Oldies – Osnabrücker Oldtimermesse und -teilemarkt
Osnabrück
www.osna-oldies.de

13.04.2019
Herforder Motorsport Club 1923 e.V. im ADAC
ADAC Linnenbauer Oldtimerfahrt
Herford
www.hmsc1923.de

14.04.2019
MSC Aachen e.V.
Aachener Oldtimer Tag
Aachen
www.msc-aachen.de

22.04.2019
Warsteiner Oldtimer Team e. V. und MSF Warstein
Warsteiner Ostereiersuchfahrt/Classic
Warstein
www.warsteiner-oldtimer-team.de

27.04.2019
ADAC Westfalen Lippe
Westfalen Lippe Fahrt 
Bielefeld
www.adac-owl.de

01.05.2019
Velper Oldtimerfreunde und MSC Westerkappeln
Velper Oldtimertreffen
Westerkappeln
http://msc-westerkappeln.de/

05.05.2019
MSF Lengerich e.V. im ADAC
ADAC Emsland Classic
Lengerich
www.emsland-classic.de

05.05.2019
AC Vechta e.V. im ADAC
Südoldenburger ADAC Oldtimer Rallye
Vechta
www.ac-vechta.de

10.05.2019
MSC Adenau e.V. im ADAC
Int. ADAC Adenau Classic
Adenau/ Nürburgring
www.mscadenau.de

11.05.2019
Paul Witteler
20. OSR  – Oldtimer Sauerland Rallye
Brilon
www.witteler-automobile.de

12.05.2019
AMC Arnsberg eV
Ori75 bzw. Cabrio Fahrt
Arnsberg
www.amc-arnsberg.de

12.05.2019
MSC Osnabrücker Land e.V. im ADAC
22. ADAC Old- und Youngtimertreffen Glandorf 2019
Glandorrf
www.msc-osnabruecker-land.de

31.05.2019
Heinz Event Marketing
SarLorLux Classic
Saarbrücken
www.classique.de

01.06.2019
MSC Oelde
Rund um Oelde
Oelde
www.ac-oelde.de

02.06.2019
OC Delmenhorst im ADAC e.V.
ADAC Oldtimer Klassik „Rund um die Hünengräber“
Delmenhorst
www.oc-delmenhorst.de

08.06.2019
Hagener Automobil Club e.V.
Hagen Klassik
Hagen
www.hagen-klassik.de

08.06.2019
Scuderia Colonia e.V im ADAC
Scuderia Colonia Classic
Nürburgring
www.scuderia-colonia.de

10.06.2019
AC Bielefeld e.V. im ADAC
Oldtimer Treffen Buschkamp inkl. Touristische Oldtimerfahrt für Automobile
Bielefeld
www.acbielefeld.de

15.06.2019
Aachener Karnevals Verein AKV
AKV Oldtimer Rallye THE RACE 
Aachen
www.akv.de/de/veranstaltungen/oldtimer-rallye-the-race.html

15.06.2019
Automobilclub Ahaus e.V. im ADAC
Internationale Barock-Classic Rallye Ahaus
Ahaus
www.ac-ahaus.de

15.06.2019
AMC Schwelm
 ORI 75 Rund um den Ennepe-Ruhr-Kreis
Schwelm
www.amc-schwelm.de

16.06.2019
AMC Arnsberg eV
Cronenberg-Gedächtnisfahrt
Arnsberg
www.amc-arnsberg.de

29.06.2019
AC Lemgo
Lippische Bergfahrt AC Lemgo
Lemgo
www.aclemgo.de

29.06.2019
Automobil-Club Bergisch-Land e.V. (ACBL))
Hasten Historic „Rund um das Werkzeugmuseum“
Remscheid
http://hasten-historic.acbl.de/

30.06.2019
ECURIE Aix-la-Chapelle im DMV e.V. 1968
Int. DMV Oldtimer Rallye Aachen
Aachen
www.ecurie-aachen.de

13.07.2019
VFF Göttingen e. V. im ADAC
VFFG Historik
Göttingen
www.vffg-ev.de

14.07.2019
Ahr-Automobil-Club 1924 e.v. im ADAC
Ahr-Rotwein-Klassik Oldtimer- und Youngtimer-Fahrt
Bad Neuenahr/Ahrweiler
www.ahr-rotwein-klassik.de/

27.07.2019
Verein für Motorsport e.V. im ADAC
Internationale VFM-Heide-Classic
Munster
www.vfm-heide-classic.de

02.08.2019
Classic Days Schloss Dyk
Stiftung Schloss Dyk
Nähe Düsseldorf
www.schloss-dyck-classic-days.de

03.08.2019
ADAC Mittelrhein e.V.
Mittelrhein Classic
Bad Ems
www.mittelrhein-classic.de/

04.08.2019
AMC Wittgenstein Bad Berleburg e.V.
Bad Berleburger Oldtimer Tour
Bad Berleburg
www.amc-bad-berleburg.de

04.08.2019
AC Melle e.V. im ADAC
 ADAC Oldtimerrallye Rund um Melle
Melle-Gesmold
www.ac-melle.de

10.08.2019
MSC Altena e.V. im ADAC
Historische Rallye Burg Altena
Altena
www.msc-altena.de

10.08.2019
AC Verden e. V. im ADAC
Int. ADAC Oldtimer- und Classic Rallye der Reiterstadt Verden/Aller
Verden
www.acverden.com

25.08.2019
1. Hammer Oldtimer Register
Hamm Erfahren
Hamm
www.hamm.de/erfahren.html

25.08.2019
AMC Burbach
Siegerland Classics
Maxi-Autohof in Wilnsdorf
www.siegerland-classic.de

31.08.2019
MSC Hermannsdenkmal e.V. im ADAC
ADAC Cheruskerfahrt „Klassik“
Detmold
www.msc-hermannsdenkmal.de/

07.09.2019
AMC Arnsberg eV
Oldtimer Rallye Arnsberg
Arnsberg
www.amc-arnsberg.de

08.09.2019
MS Verthe e.V. im ADAC
 ADAC Oldtimer Rallye Wiehengebirge
Belm-Verthe
www.motor-sport-vehrte.de/

14.09.2019
AC Münster e.V. im ADAC
Kiepenkerl Klassik
Münster
www.ac-muenster.de

28.09.2019
AMC Stemweder Berg im ADAC
Rallye Stemweder Berg Historic
Lübbecke
www.amc-stemweder-berg.de

28.09.2019
AC Bramsche
Haserundfahrt
Bramsche
www.acbramsche.de/ori/index.htm

06.10.2019
Velper Oldtimerfreunde und MSC Westerkappeln
Oldtimer Rallye Westerkappeln
Westerkappeln
http://msc-westerkappeln.de/

12.10.2019
MSC Ruhrblitz im ADAC
Rallye Ruhrgebiet Classic
Bochum
www.ruhrblitz.de

03.11.2019
AMC Arnsberg eV
Dieter-Zantner-Gedächtnisfahrt
Arnsberg
www.amc-arnsberg.de
Alle Angaben wie immer ohne Gewähr!

2018 / Jahresendabrechnung / Das Rallye-Jahr im Rückblick

Das Jahresende naht, es wird besinnlich und dies ist auch die Zeit für Jahresrückblicke. Rallye-technisch gesehen war es ein sehr aktives Jahr. Teilnahme an insgesamt 20 Veranstaltungen, davon (nur) 1 Treffen, 2 „reine“ Ori´s und somit 17 „typische“ Oldtimer-/Youngtimer-Rallyes. Erstmals ausprobiert haben wir die Teilnahme am ADAC Oldtimer Cup Westfalen-Lippe (8 bzw. 10 Teilnahmen) und beim ADAC Classic Revival Pokal (6 bzw. 7 Teilnahmen).

Was ist uns dabei 2018 aufgefallen?

Der Trend zu jüngeren Fahrzeugen hält an. Man sieht kaum noch Vorkriegsfahrzeuge bei den Veranstaltungen, auch Fahrzeuge der 50er und frühen 60er Jahre werden sehr selten. Die Klassen 9 und 10 gem. FIA-Reglement sind durchweg am stärksten besetzt. Dies kann man unter „Demographie“ verbuchen. Teilweise gibt es (immer noch) die Diskussion über „echte“ und „unechte“ Oldtimer (das sind eher Rückzugsgefechte) oder Streit, ob jetzt Youngtimer auch bei den Rallyes mitfahren sollten. Hier kann man nur feststellen: Wer den Nachwuchs fördern will, der muss sich um die Youngtimer kümmern, unbedingt. Leider sind gerade die „Cup-Läufe“ immer noch den Oldtimern (≥ 30 Jahre alt) vorbehalten.

Die Veranstaltungen sind sehr unterschiedlich, sowohl vom Teilnehmerkreis her, als insb. auch im Hinblick auf die Aufgabenstellungen. Vielleicht gibt es auch einen Zusammenhang? Oder es sind regionale Besonderheiten? Es fällt jedenfalls auf: manche Veranstaltungen sind eher klassisch-männlich mit den „Alte Hasen“ dominiert, andere hingegen ziehen ein breites Teilnehmerfeld an, auch mit viel Nachwuchs. Bei den Aufgabenstellungen zeigte sich wieder einmal, dass kaum eine Veranstaltung der anderen gleicht und die individuelle Note des jeweiligen Fahrtleiters einen großen Einfluss hat. Obwohl z.B. beim Oldtimer Cup Westfalen-Lippe alle Veranstaltungen einem übergreifenden Reglement folgen, gab es hier auch deutliche Unterschiede. Von einer eher Happening-artigen Veranstaltung wie „Buschkamp“ über Fahrten mit starkem Ori-Einschlag (Lengerich) hin zu Rallyes, bei denen die Zeitprüfungen (stark) dominierten (Hagen, Altena). Den aus unserer Sicht „besten Mix“ konnte man in Herford, Ahaus, Oelde, Lemgo, Stemwede, Bochum und Detmold genießen. Das ist doch schon was! Enttäuschung des Jahres waren leider die Classic Days in Oldenburg, denen man den Verlust des langjährigen Fahrtleiters schmerzlich anmerkt und die den Spagat im Teilnehmerfeld zwischen „schön&reich“ und „sportlich&ambitioniert“ nicht mehr hin bekommen. Besonders positiv überrascht waren wir vom Oldtimer-Treffen inkl. Ausfahrt „Buschkamp“. So eine Kulisse, so ein Flair und so ein tolles Publikum findet man selten. In Altena und auf dem Stemweder Berg konnte auch die kulinarische Begleitung in besonderem Maße überzeugen. Allgemein gilt: Veranstaltungen mit Start und/oder Ziel in einer regulären Gastwirtschaft schneider hier besser ab als solche, die sich in Autohäusern oder sonstigen Hallen zum Start bzw. Ziel einfinden.

Was auch auffällt ist der Umstand, dass es doch immer wieder Veranstaltungen gibt, die bei der Auswertung, zum Teil massiv, schwächeln. Betroffen sind beileibe nicht nur eher junge Veranstaltungen, auch bekannte „Klassiker“ leiden immer mal wieder darunter. Die Ergebnisse stimmen nicht, werden neu berechnet, getauscht, neu ausgehängt, wieder abgehängt, etc. Das Warten auf belastbare Ergebnisse und die Siegerehrung dauert oft zu lange. Die Veranstaltungsdauer kann so locker auf bis zu 14 Stunden(und mehr) anwachsen. Da darf man sich nicht wundern, wenn es zum Zeitpunkt der Siegerehrung, so gegen 22 oder 23 Uhr, dann wirklich schon recht leer geworden ist. Die Gründe hierfür kann man als Teilnehmer natürlich nur erahnen. Wären Excel- oder Access-Schulungen ggf. eine Unterstützung? 🙂 Manchmal bekommt man aber auch den Eindruck, die Veranstalter/Auswerter stehen sich selber im Weg, wenn es z.B. komplexere Regeln gibt, die dann vergessen oder selber fehl interpretiert werden. Auswertung und Siegerehrung schließen den Rallyetag immer ab, wenn hier ein eher schlechter Eindruck entsteht, bleibt dieser natürlich tendenziell für die gesamte Veranstaltung hängen.

Apropos Siegerehrung: Nach wie vor dominiert hier der klassische Pokal. Gerne groß und gerne hässlich. Als echter Neuling ist man zu Beginn noch sehr angetan, so etwas überreicht zu bekommen. Aber schon die Ehefrau rümpft die Nase und verbittet sich, so ein Ding ins Wohnzimmer zu stellen. Da gibt es doch schönere (und kleinere) Alternativen! Z.B. aus Glas, oder in Form eines bedruckten Modellautos, etc. Überlebt haben sich auch die oftmals noch anzutreffenden Frauenpokale. Man muss kein Freund des Genderismus sein, um sowas für etwas altbacken zu halten. Dann doch lieber einen Sonderpreis für den Nachwuchs, den besten Youngtimer, … Und wenn man für eine Mannschaftsnennung 50 EUR bezahlen muss, ist die eher schwache Resonanz auch nachvollziehbar.

Der ADAC Oldtimer Cup Westfalen-Lippe war im Übrigen sehr gut organisiert, mit einer sehr zeitnahen Aktualisierung der Ergebnisse und einer sehr schönen Feier auf dem Stemweder Berg. Beim Classic Revival Pokal läuft das etwas anders… also im Oktober wartet man noch auf die Ergebnisse aus Juli und man fragt sich, welche echte Priorität die Oldtimer wohl „in München“ haben. Das gilt im Übrigen auch für die Digitalisierung, die in vieler Munde ist. Anmeldungen per Brief-Formular und Ergebnislisten als kaum lesbare Exceltabellen im Internet sind eher ein Armutszeugnis für einen Verein, der so selbstüberzeugt auftritt. Wo bleibt die ADAC-Rallye-Ergebnis-App???

Aus den Veranstalterkreisen hört man, dass es zum Teil immer schwieriger wird, Genehmigungen zu bekommen bzw. die Auflagen immer hirnrissiger werden. Darunter leidet dann zum Teil auch die Streckenführung. Als Teilnehmer bekommt man sowas aber kaum mit. Hier würde ich mir wünschen, dass solche Probleme seitens der Veranstalter deutlich(er) transparent gemacht werden. Und wir alle sollten versuchen, unser Hobby positiv zu vertreten, wann immer es geht.

Abschließend ein großes DANKE SCHÖN an alle Veranstalter, Organisatoren und Helfer. Ohne euch würde es unser wunderschönes Hobby schwer haben. An alle Teilnehmer: Wie ist es euch / ist es Ihnen im Rallye Jahr 2018 ergangen? Welche Erfahrungen habt ihr / haben Sie gemacht? Über viele Rückmeldungen freuen wir uns (siehe unten: Kommentarfunktion).

 

Gute Nacht (Winterschlaf) und bis bald (2019)